Rückblick Nr. 1

Rückblick Nr. 1

Meine Lieben, es ist soweit, der erste Blogpost geht online.
Wie bereits angekündigt werden Rückblicke online gehen. Der heutige Artikel ist vom 26.01.2017. Es ist also genau ein Jahr her.
Damit Ihr wisst worum es geht, hier der Blogpost. Im Anschluss dann mein Rückblick. So werde ich es generell bei den Rückblicken handhaben.

 

Kein unbeschriebenes Blatt mehr

 

Nun sitze ich seit einer gefühlten Ewigkeit wieder hier am Laptop und schreibe diese Zeilen. An einem Tag, den ich nicht zu meinen Besten zählen würde. 07.55 Uhr. Mega früh für mich, aber schon so viel passiert, dass ich jetzt reif fürs Bett wäre.

Was würde ich manchmal dafür geben unbedarft durchs Leben zu gehen. So wie früher. Aber das ist leider nicht mehr möglich.
Zu viele Dinge haben uns geprägt, verletzt und enttäuscht.
Wir sind eben keine unbeschriebenen Blätter mehr.

Versteht mich nicht falsch, klar sehe ich auch die Vorteile, die man hat. 20 möchte ich heute nicht mehr sein.
Viele Dinge sieht man gelassener und den Fokus hat man auf die wirklich wichtigen Dinge verlagert.
Dazu zählt für mich die Beziehung, die Familie und die Freunde.

Und da wären wir auch schon beim Problem. Meine Freunde sind top. Die die noch da sind, sind absolute Goldstücke.
Mit meiner Familie war es schon immer ein bisschen schwierig, aber das würde jetzt hier den Rahmen sprengen.
Aber die Beziehung. Der Mensch mit dem man zusammen sein möchte und mit dem man sich vielleicht eine Zukunft vorstellen kann.

Was, wenn derjenige seinen Fokus einfach auf Partys und Freiheit gelegt hat und nicht auf die Beziehung?

Wie viel Zeit gibt man der Beziehung sich zu entwickeln und um dann eine entgültige Entscheidung zu treffen?

Wie viel Enttäuschung erträgt man?

Ich muss gestehen…. Ich weiss es nicht.
Ich weiss nur, dass ich neben sehr viel schönen Tagen, auch sehr oft maßlos enttäuscht werde und da nicht gut mit umgehen kann.
Klar es liegt auch an mir und meinen Erlebnissen, aber ich bin auch jemand, der seine Wünsche und Gefühle offen ausspricht.
Eigentlich also nicht so schwer da durchzublicken.

Aber es verlangt vom Gegenüber Feingefühl und den Willen, die Beziehung in den Fokus zu rücken.
Vielleicht bin ich altmodisch, aber meine wilde Partyzeit habe ich hinter mir.

Wie also damit umgehen, wenn zwischen „total happy“ und „am Boden zerstört“ nur ein paar Sekunden liegen?

Muss man den anderen dann einfach gehen lassen, damit er sein „Parytleben“ weiterleben kann?

Ist Trennung, die einzige Möglichkeit?

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die leichtfertig etwas wegwerfen. Das ist eine Eigenschaft, die ich an unserer Gesellschaft hasse. Es wird kompliziert und zack wird man ausgetauscht. Kaum jemand hat wirklich noch den Willen zu kämpfen. Und ich finde nach wie vor, dass eine Beziehung es wert ist zu kämpfen.
Die Frage ist nur:

Wie lang?

Was wenn man merkt sein Gegenüber wird nicht wach?

Wenn das Gegenüber nicht merkt was es zerstört?

Wie viel Zeit gibt man ihm um „wach zu werden“, bevor man ihn „für immer schlafen lässt“ in seiner Welt?

Wann überschreitet man die Grenze von „kämpfen für die Beziehung“ zur Selbstaufgabe?

Wie lange hält man es aus „das fünfte Rad“ am Wagen zu sein?

Auf all das habe ich gerade keine Antwort.
Eine weitere Sache, die immer ein Problem darstellt. Freunde und Bekannte des Partners. Auch das kenne ich nur zu gut.
Sie akzeptieren einen nicht. Also geht der Partner alleine feiern. Für mich persönlich fällt er mir damit in den Rücken, weil auch nichts unternommen wird mich eventuell mal „zu integrieren“.

Und eigentlich bin ich ein sehr aufgeschlossener und kontaktfreudiger Mensch. Aber „Dörflis“ (so nenne ich Menschen aus dem Dorf immer und es soll nicht abwertend sein) ticken da anscheinend anders.

Kennt Ihr so Situationen auch?
Wie geht Ihr damit um?
Und wo sind Eure Grenzen, was das Kämpfen berifft?

Eines weiss ich. Keine Beziehung ist es wert, dass sie einen seelisch und körperlich zerstört…..
Aber manchmal ist es schwer, die allerletzte klare Entscheidung zu treffen und das gilt nicht nur in der Liebe sondern in vielen Bereichen des Lebens!
Aber auch wenn es weh tut, ist es manchmal genau das was uns wieder aufatmen lässt und glücklich macht. Nicht sofort in erstem Moment. Da zerreist es uns vielleicht, weil eine Beziehung endet, eine lange Freundschaft endet oder man weg ziehen muss. Diese Liste könnte man noch um einige Pun kte mehr erweitern.
Fakt ist hat man den Schmerz überwunden fühlt es sich gut an. Eine klare Entscheidung getroffen zu haben. Selbstbestimmt gehandelt zu haben.
Ich rate Euch, nicht bei jeder Kleinigkeit das Handtuch zu werfen.
Aber achtet auf Euch und Eure Gefühle und überfordert Euch nicht, nur weil Ihr an etwas festhaltet was Euch nicht gut tut und Euch vielleicht auch schon lange verlassen hat.

Während ich diese Zeilen schreibe muss ich ein wenig schmunzeln.
Ich finde meine Tipps gut. Sollte ich mir selbst einmal zu Gemüte führen. Aber wie das immer so ist Theorie und Praxis und da bin ich ganz ehrlich mit Euch. Auch ich brauche immer „einen Moment“ länger bis ich den Mut habe Entscheidungen zu treffen.

Ihr Lieben, ich wünsche Euch, dass Ihr den Mut und die Kraft habt die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die Entscheidungen, die es Euch ermöglichen glücklich zu sein!
Ohne Rücksicht darauf, wie das Umfeld es aufnimmt. Denn im Laufe unseres Lebens lassen wir Menschen zurück. Man entwickelt sich auseinander. Das ist schmerzhaft, aber so ist das Leben manchmal.

Übrig bleiben aber die Menschen und Dinge, die unser Herz zum Lachen und unsere Seele zum Tanzen bringen und nur das alleine zählt!

Alles Liebe

Eure Silke

26.01.2017

 

Wie stehe ich heute dazu?

Zum ersten Teil des Blogposts kann ich sagen, dass ich heute noch genauso denke. Ich bin froh keine 20 mehr zu sein und meine Freunde habe ich immer noch als Goldstücke an meiner Seite.
Der Typ um den es in diesem Artikel geht ist allerdings kein Bestandteil mehr meines Lebens.
Ich musste erkennen, dass er mir nicht gut tut und ich mit meiner Vermutung vor einem Jahr schon richtig lag. Wenn er mir ab und zu mal über den Weg läuft dann sturzbetrunken auf ner Party.

Was das Kämpfen angeht, gerade in diesem speziellen Fall, denke ich, dass ich es zu lange mitgemacht habe. Es war irgendwann offensichtlich, dass es sinnlos ist und doch hat man weitergemacht.
Was meinen damaligen Partner angeht, so glaube ich , dass er garnicht fähig war für diese Beziehung zu kämpfen. Vielleicht wollte er es wirklich, aber er konnte nicht.
Es gibt Menschen, die können nicht über sich hinaus wachsen. Die wollen sich nicht selbst reflektieren und an sich arbeiten. Heutzutage tun mir solche Menschen sehr leid, denn sie bleiben in Ihrer Persöhnlichkeitsentwicklung weit zurück.
Und für solche Menschen ist Flucht dann der einzige Weg. Da es solche Menschen immer geben wird, wird unsere Welt wohl auch immer eine Wegwerfgesellchaft bleiben.

Was ich für mich geändert habe? Ich suche mir Menschen in meinem Umfeld jetzt gezielter aus. Merke ich schon in der allerersten Kennlernphase da „zwickt“ zu viel sag ich Tschüss.
Ich habe jetzt Hobbies, die mich ausfüllen, mit Menschen, die mir Freude bereiten und das zählt.
Desweiteren mache ich mir viel weniger Gedanken, was andere von mir halten. Gibt immer jemanden, der einen nicht leiden kann.
Klar, das klappt nicht von heute auf morgen, aber ich arbeite jeden Tag daran, dass es besser wird. Der Weg ist das Ziel!

Denn kein Mensch, der Euch wirklich von Herzen liebt und Euch zugewandt ist fügt Euch Schmerzen zu. Egal ob in Beziehungen oder in der Freundschaft. Also hört auf Euer Herz und Euer Bauchgefühl, denn das hat meistens recht.
Hätte ich auf mein Bauchgefühl gehört, wäre ich niemals mit meinem Ex zusammengekommen und es hätte mir viel Leid erspart, aber ich redete mir ein man muss sich nur besser kennenlernen um den anderen zu nehmen zu wissen.
Bullshit!
Würde ich heute nicht mehr machen. Entweder stimmt die Chemie 100% oder ich bleib lieber alleine!

Nicht das Ihr mich falsch versteht, natürlich muss man Kompromisse eingehen, aber wenn Beziehungen und Freundschaften nur ein einziger Kompromiss sind, dann ist es die ganze Sache nicht wert.

Also vertraut auf Euer Gefühl und traut Euch Nein zu sagen und Menschen loszulassen, die Euch nicht gut tun.
Das tut im ersten Moment weh, aber Ihr macht damit Platz für all die wundervollen Menschen, die wirklich einen Platz an Eurer Seite verdienen, weil sie Euer Herz zum Strahlen bringen.

 

Alles Liebe

Eure Silke

 

 

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